Jahresberichte2021-04-20T16:30:20+01:00

JAHRESBERICHTE

Adieu 2020!

Auch die Tage hier in Kathmandu wurden kühler und der Winter hielt Einzug. Unser Kamin im grossen Gemeinschaftsraum wurde wieder regelmässig genutzt und wir erwarteten die Festtage Ende Jahr voller Freude.

Der Grossteil des Dezembers verlief ruhig und der Unterricht und die ausserschulischen Aktivitäten verliefen wie gewohnt. In der Adventszeit fand ein Bastelwettbewerb statt, bei dem jeder einen Weihnachtsschmuck herstellen konnte. Die besten Kreationen erhielten eine Auszeichnung. Den Weihnachtstag feierten wir mit speziellem Essen und Geschenken für alle. Jeder bekam eine Geschenktüte und darin enthalten waren ein roter NAG-Hoodie, warme Socken, ein paar Snacks und ein kleiner Zustupf. Das Bäckerteam backte Kuchen für alle und zum Abendessen kochten einige der NAGer ein besonderes Essen. Zum Abschluss des Tages tanzten alle auf dem Basketballfeld in unserer extra aufgebauten Disco. Auch einige Kinder, die ausserhalb von NAG wohnen, durften daran teilnehmen. Diese Kinder mussten sich jedoch in einem abgetrennten Bereich aufhalten um die Sicherheit zu gewährleisten. Insgesamt war es unter den gegebenen Umständen ein lustiger und festlicher Tag, den alle genossen haben.

Den letzten Tag des Jahres feierten wir mit Thukpa und einem Filmabend. Thukpa ist eine Nudelsuppe, die einige NAGer für alle zubereiteten. Obwohl das Jahr 2020 hart, chaotisch und sehr unvorhersehbar war, haben wir es alle irgendwie geschafft zuversichtlich zu bleiben und hoffen, dass das Jahr 2021 für alle mehr Glück bringen wird. Auch Ihnen allen wünschen wir ein gutes, gesundes und zufriedenes 2021!

Den Start ins 2021 konnten wir uns nicht besser vorstellen, denn mit dem neuen Jahr kam endlich die Lockerung des Lockdowns und seit Montag, 11. Januar 2021, ist auch unsere Schule NiMS wieder für alle offen. Wir achten sehr darauf, dass die Sicherheitsmassnahmen eingehalten werden. Bis zum Montag kamen nur die jüngeren SchülerInnen von ausserhalb jeweils für einen halben Tag in die Schule. Ihr Unterricht fand getrennt von denjenigen statt, die im NAG leben, um das Ansteckungsrisiko zu minimieren. Kinder mit einem höheren Risiko leben nach wie vor ausserhalb von NAG unter Quarantäne und nehmen online am Unterricht teil. Wir sind gespannt, wie sich die Lage nach der Lockerung des Lockdowns nun entwickeln wird. Wir halten Sie auf dem Laufenden und danken für Ihr Interesse an unserem Alltag.

 

Januar 12th, 2021|

Jahresbrief 2019

Liebe Freunde von NAG – Namaste!

Das Jahr 2019 verging wie im Flug und auch im NAG ist wieder einiges passiert. Dazu gehören Bauarbeiten, sportliche Erfolge, Hilfe in abgelegenen Dörfern oder der Kampf gegen Plastikabfälle.

Der kontinuierliche Ersatz bzw. Wiederherstellung von Altbauten im NAG ging auch im Jahr 2019 weiter. Der nördliche Teil des Schulgebäudes ist eines der wenigen Gebäude, das wir seit dem Kauf des Geländes noch nicht ersetzt haben. Der Gebäudeteil war baufällig und wurde aus Sicherheitsgründen seit längerem nicht mehr genutzt. Dank Spenden aus der Schweiz können wir nun auch den zweiten Teil des Schulgebäudes neu bauen und in Zukunft auch den Lehrkräften eine angemessene Infrastruktur zur Verfügung stellen. Dazu gehören ein Lehrerzimmer sowie Toiletten, die die Lehrkräfte nicht mit Schülerinnen und Schülern teilen müssen. Der Altbau ist bereits abgebrochen und die Arbeiten am neuen Gebäude schreiten zügig voran, so dass wir dieses hoffentlich im Laufe des Jahres 2020 einweihen können.

In diesem Jahr durften wir zudem den neuen Kunstraum auf dem Dach der Mädchenschlafhalle in Betrieb nehmen. Dank der Hilfe von Andrew Gray und der finanziellen Unterstützung der International School of Zug und Lucerne haben wir nun die richtigen Räumlichkeiten, um für alle Klassen einen angemessenen Zeichen- und Kunstunterricht anzubieten. Andrew Gray unterrichtete dabei während eines halben Jahres gleich selber im NAG. Unter seiner Anleitung haben die NAGerinnen und NAGer zahlreiche tolle Kunstwerke gemalt. Herzlichen Dank dafür!

Sportliche Tätigkeiten sind für die Kinder und Jugendlichen sehr wichtig. Während die Basketballteams der Mädchen und Jungen weiterhin viele Turniere gewinnen, wird nun auch unser Kletterteam immer erfolgreicher. Noch vor wenigen Jahren war Sportklettern im NAG (und auch in Nepal) mehrheitlich unbekannt, nun gibt es einen eigentlichen Boom: Im Jahr 2019 stellte NAG gar den nepalesischen Meister im Klettern. Da der Sport immer populärer wird, haben wir die Kletterwand im NAG erweitert. Neu gibt es an der Wand überhängende Teile und bietet somit auch eine Herausforderung für die geübteren Kletterer unter den NAGerinnen und NAGern.

Diese Erfolge sind toll für die Kinder. Das Wichtigste für uns ist dabei aber, dass die Kinder die Möglichkeit haben, Dinge zu lernen und auszuprobieren. Gerade für schulisch schwächere Schüler bietet dies die Möglichkeit, eine Tätigkeit zu finden, in der sie stark sind und Selbstvertrauen tanken können. Wir bieten daher auch zahlreiche weitere ausserschulische Tätigkeiten an.

Der Fokus liegt aber natürlich nach wie vor bei der eigentlichen schulischen Ausbildung. Unser Ziel bleibt das Gleiche: Kindern die Schulbildung zu ermöglichen, die ohne NAG keine Chance darauf hätten. Auch im Jahr 2019 haben wir zahlreiche Kinder aufgenommen. Rund 200 Kinder besuchen derzeit die interne Schule und wohnen im NAG, 250 weitere besuchen die Schule als Tagesschüler und kehren am Abend nachhause zurück.

Die interne Klinik NAG Klinik war wiederum in den abgelegenen Dörfern unterwegs. Unser Arzt sowie unsere Krankenschwestern leisten konstant praktische und medizinische Hilfe in den Dörfern, welche ansonsten aufgrund ihrer Abgelegenheit keinen Zugang zu medizinischen Grundversorgung hätten. Auch heute noch gibt es nur wenig medizinische Versorgung in den abgelegenen Gebieten und die mobile Klinik leistet einen wichtigen Beitrag, um die Bevölkerung mit den Nötigsten zu versorgen.

NAG hat sich im Jahr 2019 zudem dem Kampf gegen Plastik verschrieben. Um die Umwelt zu schonen und Abfälle zu vermeiden, soll im NAG möglichst wenig Plastik zum Einsatz kommen. Dazu tragen zahlreiche Massnahmen bei. So werden im NAG keine Plastiksäcke mehr verwendet und neuerdings sind auch die Zahnbürsten nicht mehr aus Plastik: Kurz vor Weihnachten ist die erste Lieferung Bambuszahnbürsten eingetroffen. Dies erscheint auf den ersten Blick eine kleine Massnahme. Bei einem Verbrauch von 2000 Zahnbürsten pro Jahr macht es durchaus einen Unterschied aus.

Die Arbeit in Nepal können wir nur dank Ihrer grosszügigen Unterstützung machen, liebe NAG-Freunde!  Auch im Jahr 2019 haben wir zahlreiche Zuwendungen erhalten, was es uns überhaupt ermöglicht, den Kindern in Nepal zu helfen. Wir danken Ihnen für Ihr grosses Vertrauen in unser Engagement ganz herzlich. Im Namen von Nicole, allen NAG-Mitarbeitern und dem Stiftungsrat wünschen wir allen ein frohes und erfolgreiches neues Jahr.

Unbedingt unseren NAG-Jahresanlass vormerken: er findet dieses Jahr am 22. März 2020 in Horgen statt. Das Programm liegt bei – wir freuen uns auf jeden Besucher!

 

Im Namen des NAG-Stiftungsrats

Nicole Thakuri-Wick                                      Sophie Winkler
Gründerin NAG                                             Präsidentin des NAG-Stiftungsrats

 

März 5th, 2020|

Jahresbrief 2018

Liebe Freunde und Gönner vom NAG – Namaste

Ein viertel Jahrhundert NAG!

Das vergangene Jahr stand voll und ganz im Zeichen der Jubiläumsfeierlichkeiten in der Schweiz und in Nepal. Seit nun schon 25 Jahren führen Nicole Thakuri Wick und ihr Team in Nepal und der Schweiz das Strassenkinder Hilfswerk. Dies wurde mit dem NAG-Event im Frühjahr in Horgen, sowie anlässlich der grossen Jubiläumsparty im September in Kathmandu gefeiert.
In der Schweiz stand die Feier auch im Zeichen von Abschied und Erneuerung: Stiftungsratspräsident Romedius Alber übergab das Amt an seine Nachfolgerin Sophie Winkler und Eliane Gallati übergab ihr Amt an Roland Melliger. Die NAG-Familie bedankt sich bei Romedius Alber und Eliane Gallati an dieser Stelle ganz herzlich für das grosse Engagement für das NAG in den vergangen Jahren! Zudem durften wir im Herbst Nicole Steck als neue Stiftungsrätin willkommen heissen – sie tritt an die Stelle von Judith Wick, welche dem NAG als Ehrenpräsidentin erhalten bleibt. Mit dem erneuerten Stiftungsrat wollen wir die Stiftung und das NAG erfolgreich, nachhaltig und im Sinne des Stiftungszweckes in die Zukunft führen. Es warten einige Herausforderungen auf uns – packen wir sie gemeinsam an!
Die Feierlichkeiten in Kathmandu dauerten über zwei Tage und beinhalteten einen Theater-Wettbewerb und eine Themenparty unter dem Motto „Hollywood“. Natürlich durfte am Abend auch die Disco nicht fehlen. Die NAGerinnen und NAGer verkleideten sich als Charakteren aus Filmen, durften an zahlreichen Ständen verschiedene Spiele ausprobieren und ganz ausnahmsweise Süssigkeiten schlemmen. Es war für alle ein grosser Spass und eine bleibende Erinnerung.
Gefeiert wurde unter anderem in der neuen Esshalle, die wir im April 2018 eröffnen durften. Dank der grossen Unterstützung aus der Schweiz konnten wir endlich die neue, zweistöckige Esshalle mit integrierter Küche in Betrieb nehmen. Zudem wurden mit tatkräftiger Hilfe aus der Schweiz im November ein Teil der sanierungsbedürftigen Sanitärenanlagen im NAG erneuert und ein neuer Wassertank ist im Bau.
Gerade die neue Küche bedeutet im Gegensatz zur alten einen grossen Fortschritt: Neu kochen unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter täglich in einer Grossküche mit modern(er)en Kochgeräten und Kühlräumen für die 400 Kinder. Die Küche ist zudem so eingerichtet, dass die schweren Töpfe mit Reis nicht mehr getragen werden müssen, was eine grosse Erleichterung für alle bedeutet.

Trotz dieser Höhepunkte im vergangenen Jahr steht nach wie vor die Hilfe für die Bedürftigsten in Nepal im Zentrum der Arbeit von NAG. Und diese Hilfe ist auch nach 25 Jahren noch notwendig. Das Land macht leider kaum Fortschritte, was Armut, Arbeitslosigkeit oder soziale Wohlfahrt betrifft. So haben wir auch im Jahr 2018 zahlreiche neue Kinder aufgenommen, die ohne NAG keine Chance auf eine Schulbildung gehabt hätten.
Auch die mobile NAG Klinik war erneut in abgelegenen Dörfern unterwegs. Unsere Ärzte und Krankenschwestern leisten praktische und medizinische Hilfe in den Dörfern, die immer noch unter den Folgen des Erdbebens leiden.
All dies ist nur dank Ihrer grosszügigen Unterstützung möglich, liebe Freunde und Gönner des NAGs. Im Namen aller Kinder danken wir Ihnen von Herzen für das Vertrauen und wünschen ein erfülltes, von schönen Momenten geprägtes 2019 – Dhanyabad!

Im Namen des NAG-Stiftungsrats

Nicole Thakuri-Wick
Gründerin NAG

Sophie Winkler
Stiftungsratspräsidentin NAG

Jahresbrief 2018 Deutsch
Yearly Letter 2018 English

Januar 22nd, 2019|

Jahresbericht 2017

Liebe Paten, Gönner und Freunde von NAG

Im 25. Jahr des Nawa Asha Griha können wir auf eine Entwicklung zurückschauen, auf die wir stolz sind; vom Anfang, als Nicole und die Kinder in einem einfachen Zimmer auf dem Boden schliefen, bis hin zum heutigen Heim mit eigenen Gebäuden am Stadtrand von Kathmandu. Dies ist nur dank Ihrer fortwährenden, loyalen Unterstützung möglich geworden.

Die grössten Veränderungen im vergangenen Jahr gab es wohl im Bereich der Küche und der Esshalle. Die NAG-Küche wird seit kurzem von Saran geleitet. Er gehörte zu den ersten Kindern, die Nicole aufgenommen hatte. Er studierte später Hotelmanagement und arbeitete in Hotels in Dubai. Nun ist er zurück im NAG und wird als Koch auch die neue Küche in Betrieb nehmen können.

Die alte Esshalle und das Küchengebäude waren in die Jahre gekommen und haben durch die Erdbeben gelitten. Dank grosszügiger Unterstützung aus der Schweiz können wir nun eine neue Esshalle mit integrierter Küche bauen. Diese wird einiges grösser und besser ausgestattet sein als vorher, so dass die Verpflegung der Kinder einfacher wird. Die Bauarbeiten sind noch im Gang, die Eröffnung der neuen Esshalle ist im zweiten Quartal 2018 geplant.

Auch im Jahr 2017 setzte die interne Klinik ihre Arbeit fort. Dank separater Spenden konnten unsere Ärztin und die Krankenschwestern praktische und medizinische Hilfe in Dörfern leisten, die durch die Erdbeben zerstört wurden.

Die Kinder nutzen weiterhin eifrig und mit grosser Begeisterung die verschiedenen Sportmöglichkeiten wie Basketball, Kricket, Tischtennis oder Klettern. Gerade der Klettersport ist im NAG und auch in Nepal derzeit sehr angesagt. Unser Team hat im vergangenen Jahr erste Podestplätze bei Kletterturnieren erreicht.

Neben dem Sport stossen auch die kreativen Angebote weiterhin auf grosses Interesse. Beeindruckendes Talent zeigen die NAGer in verschiedenen Formen der Kunst, bei Theaterspielen, Tanz, Gesang sowie beim Schneidern oder Schreinern.

In den vergangenen Monaten durften wir wieder zahlreiche freiwillige Helfer und Besucher in Kathmandu begrüssen. Sie alle konnten sich vor Ort ein Bild über den Alltag im NAG machen, und wir sind dankbar für diese Besuche. Denn zurück in der Schweiz engagieren sich ehemalige Helfer oder Besucher häufig weiterhin für NAG.

Wir danken Ihnen für Ihr grosses Vertrauen in unser Engagement.

Im Namen von Nicole, allen NAG-Mitarbeitenden und dem Stiftungsrat wünschen wir allen ein glückliches und erfolgreiches Neues Jahr.

Der NAG Stiftungsrat

Vorankündigung Der diesjährige Jahresanlass findet am Sonntag, 27. Mai 2018 in Horgen statt.
Genauere Informationen folgen in der Einladung.

Lettre Annuell 2017
Lettera Annuale 2017
NAG-Jahresbrief 2018
NAG Yearly Letter 2018

 

Januar 17th, 2018|

Jahresbericht 2016

Liebe Paten, Gönner und Freunde von NAG

Nachdem wir im letzten Jahr an dieser Stelle von einem der schwierigsten Jahre überhaupt in der über 20-jährigen Geschichte von NAG berichten mussten, können wir nun wieder positiver in die Zukunft blicken. Die Erdbeben im Jahr 2015 und die Grenzblockade Herbst 15 bis März 2016 haben zwar Spuren hinterlassen, die Situation hat sich im Laufe des Jahres 2016 jedoch normalisiert.

Auch wenn NAG die Erdbeben im Jahr 2015 ohne Totalschäden an Gebäuden überstanden hat, planen wir in nächster Zeit ältere Gebäude (die bereits bestanden, als wir das Gelände übernahmen und entsprechend stark gelitten haben), abzubrechen und neu aufzubauen. Das Geld aus unserem Erdbebenfonds werden wir grösstenteils weiterhin zur Unterstützung der Bevölkerung in abgelegenen Dörfern einsetzen.

Unsere mobile Klinik hat nun ein geländegängiges Fahrzeug (gesponsert von der International School of Zug and Luzern) und fährt so häufig wie möglich in die Dörfer, um medizinische Hilfe zu leisten, aber auch um die Menschen über Hygiene und Familienplanung aufzuklären. Zudem unterstützen wir die Bevölkerung mit Kleidern oder Decken für die kalte Jahreszeit. Geführt wird die Klinik von der Ärztin Sapana sowie der Krankenschwester Munu und ihrem Team, die alle im NAG aufgewachsen sind. Dank deren Einsatz konnte NAG zahlreiche Leben, unter anderem das einer schwangeren Frau und ihrem ungeborenen Baby, retten. Bei grösseren, medizinischen Problemen bringt NAG die Patienten in ein Spital nach Kathmandu und übernimmt die Gesundheitskosten.

Dank Ihrer Unterstützung können wir weiterhin 200 Kindern im Heim die Sicherheit einer Familie geben. Dank dem Schulunterricht in der internen Schule erhalten die Kinder zudem eine Chance für eine bessere Zukunft. Die Kinder besuchen die Schule zusammen mit weiteren 150 Tagesschülern, die im NAG Schulbildung, Unterstützung im Krankheitsfall und täglich eine nahrhafte Mahlzeit erhalten. Zudem unterstützen wir lokale, öffentliche Schulen in der Umgebung. Diese Zusammenarbeit trägt dazu bei, dass sich NAG in der Nachbarschaft und in der nepalesischen Gemeinschaft integriert.

Wir sind stolz auf die Erfolgsquoten bei den staatlichen Prüfungen: Diese zeigt, dass sich die NAG-Schule auf dem Niveau der besten Schulen in Kathmandu bewegt. 16 Schülerinnen und Schüler haben im letzten Jahr die staatlichen Abschlussprüfungen nach der 10. Klasse absolviert und bestanden. Die Prüfungen nach der 12. Klasse haben 21 Schülerinnen und Schüler absolviert, wobei nur ein Schüler die Prüfungen nicht bestanden hat.

Nebst den üblichen Fächern in der Schule können die Kinder nun eine grössere Anzahl von Freifächern besuchen. Diese Freifächer sind im nepalesischen Lehrplan nicht vorgesehen, was zur Folge hat, dass gerade handwerkliche und musische Fähigkeiten in Nepal im Allgemeinen wenig gefördert werden. Nebst töpfern, zeichnen, musizieren oder werken können die NAGer neu auch einen Nähkurs besuchen oder werden bei Interesse im Metallschweissen ausgebildet. Dank Laptops der ISZL haben wir nun einen bestens ausgerüsteten Computerraum und konnten erstmals Programmierkurse für Computer anbieten. Genauso populär bei den Kindern sind die sportlichen Möglichkeiten: nebst Basketball, Fussball oder Cricket wird Klettern in Nepal immer beliebter. NAG hat im Heim deshalb eine kleine Kletterwand gebaut. Ein NAG-Team trainiert unterdessen fleissig und nimmt bereits an Wettkämpfen teil.

All dies haben Sie durch ihre Hilfe möglich gemacht. Wir bedanken uns deshalb ganz, ganz herzlich bei den zahlreichen Spendern, Gönnern und Sponsoren und hoffen, dass Sie uns weiterhin treu bleiben. Auch im letzten Jahr durften wir im NAG wieder zahlreiche Besucher aus der ganzen Welt empfangen. Wir schätzen diese Besuche sehr, da sich dann jeder selber ein Bild über das Heimleben machen kann. Die Kinder freuen sich zudem immer über neue Bekanntschaften und Gespräche, vor allem auch Besuche von Paten. Vielleicht sehen wir Sie im Jahr 2017 in Kathmandu?

So oder so: Wir wünschen Ihnen an dieser Stelle ein gutes neues Jahr, alles Gute, viel Glück und Gesundheit im Jahr 2017.

Ein herzliches Namaste im Namen von Nicole Thakuri-Wick und allen NAGerinnen und NAGer in Kathmandu.

Der NAG Stiftungsrat

NAG-Jahresbrief in Französisch
NAG-Jahresbrief in Deutsch
NAG-Jahresbrief in Englisch

Vorankündigung

Der diesjährige Jahresanlass findet am Sonntag, 7. Mai 2017 in Horgen statt. Genauere Informationen folgen in der Einladung im März.

Januar 15th, 2017|

Jahresbericht 2015

Namaste liebe Paten, Gönner und Freunde von NAG

Das vergangene Jahr war vermutlich eines der schwierigsten in der über 20-jährigen Geschichte von NAG. Geprägt von den Erdbeben im Frühjahr und der Grenzblockade zu Indien seit Herbst ist das tägliche Leben noch härter und anspruchsvoller, als es in Nepal sowieso schon war.

NAG hat die Erdbeben glücklicherweise gut überstanden, auch dank Dr. Fréderic Perrier, dem Vizepräsidenten des NAG-Stiftungsrates. Als Physiker wusste er schon lange um die Gefahr eines Bebens. Er hatte deshalb mit den NAGern regelmässig geübt, wie sie sich im Falle eines Erdbebens verhalten sollen. Im Heim gab es keine Verletzten, die neueren Gebäude (die aus Erdbebenschutzgründen nur zweistöckig gebaut worden sind) blieben intakt. Die Esshalle und das Küchengebäude, welche seit dem Erwerb der Liegenschaft stehen, erlitten gewisse Schäden und werden aus Sicherheitsgründen abgebrochen und neu aufgebaut. Einige alte Schulräume müssen abgerissen werden. Es folgten die Nächte in den Zelten und die Angst vor Nachbeben, was an den Kräften der Mitarbeitenden im NAG zehrte. Gerade für die kleinen Kinder im NAG war dies aber auch ein Abenteuer, da sie gut aufgehoben waren und sonst nie die Möglichkeit haben, in Zelten zu übernachten.

Die Bevölkerung leidet hingegen massiv unter den Folgen des Erdbebens. Viele haben An- gehörige und/oder ihre Häuser verloren. Verschärft wird die Lage durch den kalten Winter, der den Obdachlosen zu schaffen macht. Dazu kommen die Korruption sowie die noch immer andauernde Grenzblockade, welche die Einfuhr von Gas, Benzin, Lebensmitteln und Medikamenten fast gänzlich verhindert. Nepal versinkt derzeit im Chaos – und leider ist kein Ende in Sicht.

Nicole und die NAGer versuchen, so gut wie möglich mit der Krise klarzukommen. Anstatt mit Gas kochen sie derzeit über dem Holzfeuer, um die Kinder im Heim wenigstens mit einer warmen Mahlzeit pro Tag zu versorgen. Diesel und Benzin ist derzeit nur auf dem Schwarz- markt erhältlich. NAG hat leider keine andere Möglichkeit, als hin und wieder die massiv überteuerten Preise zu bezahlen, um beispielsweise den NAG-Schulbus weiterhin betreiben zu können, der die Tagesschüler abholt. Noch schwieriger ist es Medikamente zu kaufen. Hin und wieder reisen ältere NAG-Schüler über die Grenze, um diese in Indien zu beschaffen

Die mobile NAG-Klinik mit Ärztin Sapana, Krankenschwester Munu und den Helfern fährt nichtsdestotrotz weiterhin in zerstörte, abgelegene Dörfer, um medizinische und andere Hilfe zu bringen. Diese Hilfe wird aus dem „NAG Erdbeben Fonds“ finanziert.

Im Heim sind glücklicherweise weiterhin alle wohlauf. Wiederum haben im Jahr 2015 rund 90 Prozent der Schülerinnen und Schüler der 10. Klasse die Abschlussprüfungen geschafft. Ein grosser Erfolg, wenn man bedenkt, dass im Durchschnitt in Nepal gerade mal 40 Prozent diese Prüfungen bestehen.

Dank grösseren Spenden aus der Schweiz konnten die neu erbauten Knabenschlafräume bezogen werden – nun erfreuen sich auch die Knaben an einer trockenen und sichereren Unterkunft.

Dank Ihrer treuen Unterstützung können wir weiterhin helfen und Hoffnung verbreiten: Hoffnung auf eine bessere Zukunft für die Kinder und Jugendlichen im NAG sowie für einen Teil der ärmsten Bevölkerungsschicht in Nepal, die sonst vergessen und nicht beachtet wird.

Im Namen von Nicole Thakuri-Wick und allen NAGern in Kathmandu: Vielen, vielen Dank für Ihre Unterstützung und alles Gute im Jahr 2016!

Danyabat, herzlichen Dank, Merci, Thank you und mit den allerbesten Wünschen für ein gesundes und glückliches 2016

Nicole Thakuri-Wick, alle NAGers und der Stiftungsrat

Vorankündigung

Der diesjährige Jahresanlass findet bereits am Sonntag, 10. April 2016 in Horgen statt. Genauere Informationen folgen in der Einladung anfangs März und werden auf der Homepage publiziert.

JAHRESBRIEF 2015

Februar 14th, 2016|
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